Moselsteig (Etappen 2,3 und 4)

Eine Vater-Tochter Tour. Wir nutzen das Rheinland-Pfalz-Ticket und reisen mit der Bahn über Trier mit Umstieg Richtung Perl nach Palzem. Dort steigen wir vom Bahnhof aufwärts in den Moselsteig auf der Anhöhe ein. Der abwechslungsreiche Steig führt uns drei Tage lang immer wieder an Weinbergen vorbei durch mystische Urwälder und über endlose Wiesen und Felder. Wir genießen dies alles aus ständig wechselnden Blickwinkeln. WP_20180514_12_30_18_RichWir sind begeistert und vergessen ganz, dass wir an der Mosel wandern. Wo ist sie? Und bevor wir „Oh Mosella“ zu sehr vermissen, wird wieder eine Schleife gekonnt in Szene gesetzt. Und wir vergessen, dass es am ersten Tag ab und an nieselt.WP_20180514_13_57_36_Rich In Nittel übernachten wir zweimal im Gästehaus B. Frieden – direkt am Bahnhof.

Der zweite Tag beginnt doppelt schön: die Sonne scheint und wir genießen das Frühstück. Davon schwärme ich immer noch!!! Nach der Wetterprognose von Frau Frieden geht’s auf nach Konz – mit 23 km unsere längste Etappe. An der Löschemer Kapelle von Wasserliesch teste ich ob mein Rücken sich der Ruhebank anpassen kann. Ich bin erleichtert als ich unbeschadet aufstehen und weitergehen kann. Nun folgt für lange Zeit ein anstrengender Abstieg. Umgekehrt ist es ein Kreuzweg mit 14 Stationen.
Löschemer Kapelle (Etap. 3)

Das letzte Teilstück nach Konz überrascht uns angenehm mit seiner Wegführung. Wiesen, etwas Industriegelänge, wenig Asphalt und schmale Pfade durch urwüchsige Waldstücke bringen Abwechslung bis wir die Stadt erreichen.

Der dritte Tag und wieder über 20 km von Konz nach Trier beginnt wieder mit dem leider letzten Frühstück. Liebevoll und kreativ zubereitet von Frau Frieden. Sorry, da muss ich einfach schwärmen. Das Auschecken verbinden wir mit einer Weinbestellung. Muss sein – der Elbling zur Begrüßung am ersten Tag und der Dornfelder Rotwein auf dem Zimmer haben uns einfach geschmeckt. Da wir das Ticket schon am Vortag am Automaten gelöst haben können wir entspannt in den Tag starten. Mit der Bahn geht’s nach Konz, dort kennen wir ja schon den Einstieg. Alles gut markiert! Hier die bessere Beschreibung des Moselsteigs: https://www.moselsteig.de/die-etappen/tour/moselsteig-etappe-4-konz-trier/alpstein.html
Nur zwei Anmerkungen – der erwähnte Bahnübergang hat eine Schranke, die auf Anruf geöffnet wurde. Und Café Mohrenkopf kam gerade recht zur Stärkung für den letzten Abschnitt. WP_20180516_15_25_24_Rich

Übrigens, im nachhinein kann ich mich an keine Rebstöcke auf der Etappe 4 erinnern. Aber dann haben wir ja unser Ziel im Blick.

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Unser Ziel – Trier von linken Moselseite

War es Zufall oder einfach nur das Glück der Tüchtigen, im Hauptbahnhof angekommen hatten wir gerade mal vier Minuten bis Abfahrt nach Homburg. Unterwegs hat es ein paar Mal ordentlich geschüttet. Hat uns im trockenen Abteil aber gar nichts ausgemacht.

Nach drei Etappen, 61,6 km, 1620 m Anstieg in knapp 16 Stunden reiner Gehzeit genießen wir die Heimfahrt mit der Deutschen Bahn – sie hat uns zuverlässig und pünktlich hin- und hergebracht!

 

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Eine Antwort zu Moselsteig (Etappen 2,3 und 4)

  1. Meyste schreibt:

    So eine schöne Tour! Ich glaube aber, ich hätte gar nicht mithalten können. Chapeau vor eurer Leistung.

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